ChatGPT, Claude, Gemini: Welche KI ist die beste?

Person in der Mitte, Hand am Kopf, aus einem Linien-Labyrinth führen Wege zu Sprechblasen ChatGPT · Claude · Gemini · Perplexity · NotebookLM · Codex; oranger Stern am Boden. Trifft die „welche von denen für mich?"-Frage.

Gestern sollte ChatGPT die beste KI sein, heute Claude, morgen vielleicht Gemini. Wer den Ranglisten hinterherläuft, müsste fast wöchentlich wechseln. Dabei ist die Wahrheit einfacher: Die eine beste KI gibt es nicht, es gibt nur die, die zu Deiner Aufgabe passt. Genau die findest Du hier für sechs Alltagsaufgaben: Texte, die nach Dir klingen, Recherche und lange Dokumente, Bilder, Programmieren, Office-Arbeit und vertrauliche Daten. Dazu erfährst Du, was hinter Namen wie Codex, Claude Code, Cowork und Perplexity steckt und warum Dir Platz 1 der großen KI-Rangliste dabei wenig hilft.

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Worum es geht Es gibt nicht die eine beste KI. Welche die beste ist, hängt davon ab, was Du mit ihr vorhast.
Für Dich heißt das Wähle nach Aufgabe (Texte, Recherche, Bilder, Programmieren, Office, vertrauliche Daten), nicht nach Platz 1 einer Rangliste.
Warum es mehr ist Den Unterschied macht selten das Modell, sondern was Du der KI über Dich und Deine Arbeit mitgibst.
Dein nächster Schritt Die Entscheidungshilfe „Welche KI passt zu Dir?“ und die datierte Vergleichstabelle weiter unten.
Stand 24. Juli 2026 · Orientierung, keine bezahlte Produktnennung.
Im Artikel findest Du den Rest: warum die Rangliste nicht Deine beste KI kürt, was Claude und ChatGPT je am besten können und was hinter Codex, Claude Code und Cowork steckt.

Den Unterschied macht dabei selten das Modell selbst. Er entsteht aus der Aufgabe, für die Du es einsetzt, und aus dem, was Du der KI über Dich und Deine Arbeit mitgibst.

Lieber gleich sehen, welche KI zu Dir passt? Weiter unten wählst Du Deine Aufgabe und bekommst die Einschätzung, worauf es dabei ankommt.
Zur Entscheidungshilfe

Die Rangliste kürt nicht Deine beste KI

Wenn von der „besten KI“ die Rede ist, ist meist eine einzige Rangliste gemeint: die Chatbot Arena, seit 2025 LMArena genannt. Das Prinzip ist einfach. Du stellst eine Frage, zwei anonyme KIs antworten und Du wählst die bessere Antwort. Aus Millionen solcher Blind-Vergleiche entsteht eine Wertung und oben steht, wer am häufigsten gewinnt.

Als grobe Orientierung ist das erst einmal hilfreich. Gemessen wird allerdings nur, welche Antwort Menschen im direkten Vergleich bevorzugen. Ob eine KI Deine Steuerunterlagen oder Deine Kundenmails besser bearbeitet, zeigt die Wertung nicht.

Im April 2025 veröffentlichte ein Forscherteam von Cohere das Paper „The Leaderboard Illusion“. Es argumentiert, dass einige Anbieter verschiedene Modellvarianten auf Ranglisten testen, genau auf deren Kriterien optimieren und anschließend nur die leistungsstärkste Version öffentlich antreten lassen. Dadurch könnten Ergebnisse systematisch besser aussehen, als sie den tatsächlichen Alltagseinsatz widerspiegeln.

Dazu kommt das Tempo. OpenAI brachte am 9. Juli 2026 die Modellfamilie GPT-5.6 heraus, Anthropic legte am 24. Juli schon Claude Opus 5 nach, keine zwei Monate nach Opus 4.8, und so geht es im Monatsrhythmus weiter. Deine Aufgaben dagegen bleiben. Deshalb lohnt es sich mehr, die passende KI für Deinen Arbeitsalltag zu finden, als der jeweils neuesten Nummer eins nachzujagen.

Deine Aufgaben dagegen bleiben. Deshalb lohnt es sich mehr, die passende KI für Deinen Arbeitsalltag zu finden, als der jeweils neuesten Nummer eins nachzujagen.

Für Texte, die nach Dir klingen: ChatGPT oder Claude

Texte sind der häufigste Grund, überhaupt zu einer KI zu greifen: das Angebot, die Kundenmail, der Newsletter oder der Blogbeitrag. Hier liegen ChatGPT und Claude beide weit vorn, und beide erstellen in wenigen Sekunden einen guten Rohentwurf. Ob der Text am Ende nach Dir klingt, entscheidet jedoch meist weniger das Modell als das, was Du ihm mitgibst. Eine KI, die nur ihr Trainingswissen kennt, schreibt durchschnittlich. Gibst Du ihr dagegen zwei oder drei eigene Texte als Stilvorlage und erklärst klar, wie Du schreiben möchtest, entstehen Ergebnisse, die deutlich näher an Deinem eigenen Stil liegen.

Erst wenn diese Grundlage steht, lohnt sich der Vergleich der Modelle. Gib denselben Entwurf beiden und leg die Fassungen nebeneinander. Gute eigene Stilbeispiele verändern das Ergebnis häufig stärker als der Wechsel zwischen ChatGPT und Claude.

Für Recherche und lange Dokumente: Claude, Gemini Notebook oder Perplexity

Lange Dokumente auswerten. Ein vierzigseitiger Vertrag, den Du bis morgen verstanden haben musst, oder ein Stapel Studien vor einer Entscheidung: Sobald es um Umfang geht, rückt eine andere Fähigkeit in den Vordergrund, nämlich wie viel Kontext die KI gleichzeitig erfassen und sinnvoll verarbeiten kann. Claude gilt als besonders stark, wenn lange Dokumente oder umfangreiche Zusammenhänge verarbeitet werden sollen. ChatGPT bietet neben seinen schnellen Standardmodellen auch leistungsstärkere Modelle für komplexe Analysen und anspruchsvolle Denkaufgaben an. Sie benötigen meist etwas länger, liefern dafür aber häufig gründlichere Ergebnisse.

Nur aus Deinen eigenen Quellen. Wenn Du mehrere Quellen bündeln willst und sicherstellen möchtest, dass die KI ausschließlich daraus antwortet, ist Googles Gemini Notebook eine gute Wahl, das bis vor Kurzem NotebookLM hieß. Du lädst Deine Dokumente hoch, stellst Fragen dazu und erhältst Antworten mit den passenden Quellenangaben. Das Besondere kommt danach: Aus demselben Material erstellt Dir Gemini Notebook auf Wunsch verschiedene Ausgaben, ohne dass Du selbst viel dazutun musst. Am bekanntesten ist die Audio-Übersicht, ein natürlich klingender Podcast, in dem zwei Stimmen Deine Unterlagen besprechen und den Du Dir nebenbei anhörst; dazu kommen kurze Video-Überblicke und aufbereitete Zusammenfassungen. Gerade für Besprechungsprotokolle oder umfangreiche Fachunterlagen ist das ein großer Vorteil.

Im offenen Web recherchieren. Willst Du das offene Web durchsuchen statt Deiner eigenen Unterlagen, ist Perplexity darauf spezialisiert. Es durchsucht in Echtzeit aktuelle Quellen und versieht seine Antworten mit anklickbaren Quellenangaben, was besonders beim journalistischen und inhaltlichen Arbeiten hilft. Sein Deep-Research-Modus liest für eine Frage Dutzende Quellen und schreibt daraus einen Bericht mit Fußnoten. ChatGPT und Claude haben inzwischen ähnliche Recherche-Modi, aber Perplexity ist von Grund auf als Such-Maschine gebaut, schnell und mit gut sichtbaren, leicht nachprüfbaren Quellen. Und auch wenn Du dort Claude oder GPT als Modell wählen kannst, bekommst Du nicht dasselbe wie in Claude selbst. Das Modell ist der Motor, das Werkzeug drumherum bestimmt, was Du damit tust.

Für Bilder: ChatGPT, Nano Banana oder Midjourney

Du brauchst schnell ein Bild für den nächsten Social-Media-Beitrag. Hier unterscheiden sich die beiden deutlicher: ChatGPT kann Bilder direkt im Chat erzeugen. Du beschreibst das Motiv in Worten und erhältst in wenigen Sekunden eine Illustration, Grafik oder ein Titelbild. Für Social-Media-Beiträge, Blogartikel oder schnelle Entwürfe reicht das in vielen Fällen völlig aus. Claude dagegen kann Bilder analysieren und beschreiben, erzeugt selbst aber keine neuen Bilder.

Einen Blick wert ist auch Googles Bildmodell-Familie Nano Banana, die in Gemini steckt. Der verspielte Name begann als Spitzname aus der Community und hielt sich so hartnäckig, dass Google ihn offiziell übernommen hat. Erstellst Du regelmäßig Grafiken oder legst Wert auf einen ganz bestimmten Bildstil, lohnt sich ein spezialisiertes Werkzeug wie Midjourney. Für den gelegentlichen Einsatz genügt die Bildfunktion von ChatGPT dagegen oft vollkommen. Und Du brauchst kein zusätzliches Abo.

Fürs Programmieren: Codex oder Claude Code

Auch ohne Programmier-Ausbildung baust Du mit KI heute kleine Werkzeuge: ein Skript für eine wiederkehrende Aufgabe, eine einfache Website, eine Auswertung, für die sonst die Zeit fehlt. Dafür haben beide Anbieter eigene Programmier-Agenten, die mehr können als der Chat. Codex von OpenAI steckt inzwischen im ChatGPT-Abo und arbeitet selbstständig an Code. Es schreibt Funktionen, behebt Fehler und testet; die fertigen Änderungen legt es Dir zur Durchsicht vor. Claude Code von Anthropic arbeitet direkt in Deinen Projektordnern auf dem Rechner; die eigentliche Verarbeitung läuft dabei über die Cloud. Mit diesem Werkzeug hat sich Claude seinen besonders guten Ruf bei Entwicklern erarbeitet.

Für den Einstieg gilt bei beiden dasselbe: Beschreibe in normalen Worten, was am Ende herauskommen soll, arbeite in kleinen Schritten und teste jeden, bevor Du den nächsten gehst.

Für Office-Aufgaben: ChatGPT Work oder Claude Cowork

Aus ein paar Stichpunkten soll bis zum Nachmittag eine Präsentation werden. Der jüngste Schauplatz ist die Büroarbeit: Beide Anbieter haben 2026 Agenten gestartet, die eine Aufgabe komplett zu Ende bringen, statt nur zu antworten. Claude Cowork, seit April 2026 in jedem Bezahl-Abo enthalten, arbeitet direkt in Deinen Dateien und Ordnern: Es sortiert Ablagen, erstellt und überarbeitet Dokumente und erledigt Mehrschritt-Aufgaben im Hintergrund, während Du etwas anderes tust. OpenAI zog am 9. Juli 2026 mit ChatGPT Work nach. Du gibst einen Auftrag, der Agent arbeitet im Hintergrund und liefert eine fertige Tabelle, Präsentation oder einen Bericht ab; einen Arbeitsplan legt er Dir vorher zur Freigabe vor. Fertig heißt dabei nicht fehlerfrei: Prüfen und freigeben bleibt bei Dir.

Dahinter steckt eine größere Verschiebung: Die KI wandert aus dem Chat-Fenster heraus und wird zur Arbeitsumgebung. Claude ist diesen Weg zuerst gegangen. Claude Code machte den Anfang, Cowork folgte, und fertige Ergebnisse erscheinen dort ohnehin als eigene Dokumente neben dem Chat. OpenAI zieht mit Codex und ChatGPT Work nach. Beide Agenten stecken ohne Aufpreis in den 20-Dollar-Abos, die Nutzung ist jeweils gedeckelt. Die Frage „Claude oder ChatGPT“ entscheidet damit inzwischen auch, welcher digitale Mitarbeiter Dir künftig zuarbeitet.

Für vertrauliche Daten zählt, wohin sie fließen

Bei dieser Aufgabe wechselt die Frage. Es geht nicht mehr darum, welche KI die klügste Antwort liefert. Sobald Du mit personenbezogenen Daten, Kundendaten, Gesundheitsinformationen oder vertraulichen Unternehmensunterlagen arbeitest, rückt der Datenschutz in den Vordergrund. Entscheidend ist dann, wohin Deine Eingaben fließen und unter welchen rechtlichen Bedingungen die KI betrieben wird.

Der wichtigste Schutz liegt dabei gar nicht beim Anbieter. Er liegt bei Dir. Was gar nicht erst in eine KI gelangt, kann auch nicht abfließen. In vielen Fällen reicht es schon, personenbezogene Angaben vor dem Hochladen zu entfernen oder durch Platzhalter zu ersetzen. Wie das in fünf Minuten geht, steht im Artikel zum Anonymisieren von Dokumenten für ChatGPT. Für viele Arbeitsabläufe ist das bereits der größte Schritt in Richtung Datenschutz.

Erst danach lohnt sich der Blick auf die Plattform. Für Unternehmen können Dienste interessant sein, die ihre KI in Europa betreiben und einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) anbieten, etwa mit europäischen Modellen wie Mistral. Wer besonders sensible Daten verarbeitet oder die volle Kontrolle behalten möchte, betreibt KI-Modelle lokal auf dem eigenen Rechner. Programme wie Ollama oder LM Studio bilden dafür die Umgebung: Sie sind selbst keine KI, sie lassen offene Modelle, etwa von Mistral, DeepSeek oder Meta, direkt bei Dir laufen. Deine Daten bleiben dabei auf Deinem eigenen Rechner und gehen gar nicht erst ins Netz. Wichtig dabei: Für ausreichend starke Modelle braucht es einen leistungsfähigen Rechner, auf schwacher Hardware bleibt von dem Versprechen wenig übrig.

Welche Lösung für Dich sinnvoll ist, hängt deshalb weniger vom Modell als von Deinen Anforderungen an Datenschutz und Compliance ab. Welche KI Du verwendest, ist oft erst die letzte Entscheidung.

Claude oder ChatGPT? Die zwei bekanntesten

Wenn von der besten KI die Rede ist, meinen die meisten diese zwei. ChatGPT von OpenAI ist der vielseitige Allrounder: Es schreibt, analysiert Daten, durchsucht das Web, erzeugt Bilder und bringt mit Codex und ChatGPT Work seine Agenten mit. Claude von Anthropic ist die textstarke, ruhigere Wahl, geschätzt für langen Fließtext und große Dokumente, dazu Claude Code für die Entwicklung und Cowork fürs Büro. Welche besser passt, zeigt sich meist erst im täglichen Einsatz.

Preislich nehmen sich beide zunächst wenig. Das Grundabo kostet rund 20 US-Dollar im Monat, bei ChatGPT heißt es Plus, bei Claude Pro. Beide bieten außerdem eine kostenlose Version zum Ausprobieren sowie größere Tarife für Unternehmen und Vielnutzer. Ein Hinweis zu den Kosten: Fang mit dem Monatsabo an. Das Jahresabo wirkt oft günstiger, lohnt sich aber erst, wenn Du sicher bist, dass das Werkzeug zu Dir passt, und abschließen kannst Du es dann immer noch. Wer Claude intensiv für Softwareentwicklung oder umfangreiche Agenten-Workflows nutzt, kann außerdem schnell in deutlich höheren Preisregionen landen.

Am Ende hilft Ausprobieren mehr als Vergleichen. Statt Dich in Ranglisten und Tabellen zu verkopfen, nimm eine echte Aufgabe, die morgen ansteht, und erledige sie einmal mit ChatGPT und einmal mit Claude. Dabei merkst Du schnell, was welches Werkzeug für Dich kann, besser, als es Dir jede Bestenliste sagen könnte.

Vergleich · Stand 24. Juli 2026
KI-Werkzeuge im Vergleich, nach Aufgabe
WerkzeugStark beiGrund-AboWofür es sich lohnt
ChatGPT
OpenAI
Allround: Texte, Bilder direkt im Chat, Web-Suche. Zieht bei den Agenten nach: Codex (Programmieren) und ChatGPT Work (Office, seit 09.07.2026). kostenlose Stufe; Plus rund 20 $/Monat. Modelle: GPT-5.6 (Sol/Terra/Luna). Der Allrounder für den Einstieg: schreiben, Bilder erzeugen und recherchieren an einem Ort.
Claude
Anthropic
Lange, natürlich klingende Texte; große Dokumente am Stück; Ergebnisse entstehen als eigene Dokumente neben dem Chat (Artefakte). Ging den Agenten-Weg zuerst: Claude Code (der Entwickler-Favorit) und Cowork (Office, in Deinen Dateien). Erzeugt keine Bilder. kostenlose Stufe; Pro rund 20 $/Monat. Modelle: Opus 5, Sonnet 5, Fable 5. Texte, die nach Dir klingen, lange Unterlagen, und wenn KI für Dich mehr sein soll als ein Chat-Fenster.
Gemini Notebook
ehemals NotebookLM · Google
Antwortet nur aus Deinen hochgeladenen Quellen und zeigt zu jeder Aussage die Fundstelle. Ausgabe auf Wunsch als Podcast oder Video. kostenlose Basis. Mehrere Dokumente bündeln, ohne dass die KI etwas dazuerfindet. Für Recherche und Analyse.
Perplexity
Recherche mit Quellen
Durchsucht in Echtzeit das offene Web und belegt jede Antwort mit anklickbaren Quellen. Deep Research liest für eine Frage Dutzende Quellen. kostenlose Stufe; Pro rund 20 $/Monat. Schnelles, nachprüfbares Recherchieren, besonders fürs journalistische und inhaltliche Arbeiten.
Mistral
Le Chat · Frankreich/EU
Textarbeit mit Datenverarbeitung in der EU und einer Auftragsverarbeitung direkt vom Anbieter. kostenlose Stufe; kostenpflichtige Tarife (Pro, Team, Enterprise). Wenn vertrauliche Daten in der EU bleiben sollen und Du eine Auftragsverarbeitung brauchst.
Ollama · LM Studio
lokale KI auf dem eigenen Rechner
Selbst keine KI, sondern die Umgebung für offene Modelle (etwa von Mistral, DeepSeek oder Meta), die komplett auf Deinem Rechner laufen. kostenlos; für ausreichend starke Modelle braucht es aber einen leistungsfähigen Rechner. Maximale Datenkontrolle: nichts verlässt Deinen eigenen Rechner. Für besonders sensible Daten und zum Experimentieren.
Bild-Tools
z. B. Midjourney
Bilder in Kampagnen-Qualität, mehr Kontrolle über Stil und Motiv. Auch stark: Googles Nano Banana (in Gemini). eigenes Abo (je nach Anbieter); Nano Banana mit kostenloser Stufe in Gemini. Wenn Du regelmäßig hochwertige Bilder brauchst statt gelegentlicher Grafiken aus ChatGPT.
Grund-Abos der Anbieter, Stand 24. Juli 2026, in Dollar; je nach Land kommt Steuer dazu. Kostenlose Stufen gibt es bei ChatGPT, Claude, Gemini Notebook und Mistral. Die Namen führen zum Anbieter (neues Fenster); die Logos sind Marken der jeweiligen Anbieter. Modelle und Preise ändern sich schnell — das Stand-Datum sagt Dir, wie frisch dieser Vergleich ist. Nichts davon ist gesponsert.

So findest Du, was zu Deiner Arbeit passt

Das Muster hinter allen sechs Aufgaben ist dasselbe. Nicht „welche KI ist die beste“ bringt Dich weiter, sondern „die beste wofür“ und „mit welchem Kontext von mir versorgt“. Ein Werkzeug, das auf Deine Arbeit eingestellt ist, schlägt das ungenutzte Spitzenmodell aus der Rangliste.

Denk dabei nicht in „die eine KI für immer“. Der Markt dreht sich schnell, das Spitzenmodell von heute ist in einem halben Jahr ein anderes. Was bleibt, ist Deine Arbeitsweise. Steht die einmal, kannst Du das Modell darunter austauschen, ohne jedes Mal von vorn anzufangen. Stell Dir die Werkzeuge also so zusammen, wie es für Deine Arbeit gerade passt, und behalte die Freiheit, sie zu wechseln.

Weiter unten kannst Du das für Dich durchspielen: Du wählst Deine Aufgabe und bekommst die Einschätzung, worauf es bei ihr ankommt und welcher Weg sich anbietet. Danach beginnt die Arbeit, die keine KI Dir abnimmt, nämlich ihr beizubringen, wie Du tickst. Am Ende ist die beste KI die, die Dir eine Stunde am Tag zurückgibt, die Dir die lästige Routine abnimmt, die Du nur ungern machst, und die Dich Dinge ausprobieren lässt, für die bisher die Zeit fehlte.

Entscheidungshilfe
Welche KI passt zu Dir?
Wähle Deine Aufgabe, dann erscheint die passende Empfehlung. Umrandete Chips mit Plus klappen Details auf; zu den Anbietern führen die Links im Text und in den Details (neues Fenster).
Texte, die nach Dir klingen
ChatGPTClaude
Für Angebote, Mails und Newsletter sind beide stark. Claude klingt bei längeren Texten oft eine Spur natürlicher, ChatGPT lässt sich enger führen und bringt mehr Zusatzfunktionen mit. Den Ausschlag gibt, was Du mitgibst: zwei, drei eigene Texte als Muster, und die KI trifft Deinen Ton. Probier beide mit derselben Aufgabe.
Recherche und lange Dokumente
ClaudeGemini Notebook
Perplexity
Wofür: Recherche mit sichtbaren Quellen. Perplexity durchsucht in Echtzeit das Web und versieht seine Antworten mit anklickbaren Quellenangaben, ideal fürs journalistische und inhaltliche Arbeiten, bei dem Du Belege brauchst.
Deep Research: Ein eigener Modus liest für eine Frage Dutzende Quellen und schreibt daraus einen Bericht mit Fußnoten, meist in wenigen Minuten.
Und ChatGPTs Deep Research? Das gibt es auch, als Modus im Assistenten. Perplexity ist von Grund auf eine Such-Maschine: Antworten mit Quellen, schnell, breit. ChatGPT geht dafür tiefer und ist stärker, wenn Du den Bericht am Ende ausformulierst. Fürs schnelle, nachprüfbare Recherchieren ist Perplexity meist die erste Wahl.
Wichtig: Du kannst dort verschiedene Modelle wählen, auch Claude oder GPT. Trotzdem ist es nicht dasselbe wie Claude selbst: Das Modell ist der Motor, das Werkzeug drumherum entscheidet, was Du damit tust.
Zur Anbieter-Seite: perplexity.ai
Bei langen PDFs und Verträgen zählt, wie viel Text die KI am Stück überblickt. Claude ist dafür bekannt, ChatGPT bietet sein gründliches Modell (in der GPT-5.6-Familie: Sol). Sollen die Antworten streng aus Deinen Unterlagen kommen, ohne Erfundenes, nimm Gemini Notebook (bis vor Kurzem NotebookLM): Es zeigt zu jeder Aussage die Quelle im Dokument und macht daraus auf Wunsch sogar einen Podcast. Geht es um Recherche im offenen Web, ist Perplexity darauf spezialisiert und versieht Antworten mit sichtbaren Quellen.
Bilder für Social Media
ChatGPTNano BananaMidjourney
ChatGPT erzeugt Bilder direkt im Chat und macht das gut; das reicht für Social-Grafiken und Entwürfe. Claude erzeugt keine Bilder. Googles Bild-Familie Nano Banana steckt in Gemini und liefert ebenfalls starke Ergebnisse. Brauchst Du Bilder regelmäßig und in Kampagnen-Qualität, lohnt ein spezialisiertes Werkzeug wie Midjourney.
Code und kleine Automatisierungen
Codex
Wo Du es findest: direkt in ChatGPT im Browser, als eigene Desktop-App für Mac und Windows, für Fortgeschrittene im Terminal. Im Plus-Abo enthalten; die Nutzung ist in Zeitfenstern gedeckelt.
Was es besonders macht: Jede Aufgabe läuft in einer eigenen geschützten Cloud-Umgebung. Codex arbeitet selbstständig und legt Dir die Änderungen als Vorschlag zur Durchsicht vor.
Gut für: erste Automatisierungen und kleine Werkzeuge, ohne eine Entwickler-Umgebung einzurichten.
Zur Anbieter-Seite: openai.com/codex
Claude Code
Wo Du es findest: im Terminal, in der Desktop-App und in Programmier-Umgebungen; es arbeitet direkt in Deinen Projektordnern auf dem Rechner. Im Pro-Abo enthalten, mit Kontingent.
Was es besonders macht: der Favorit der Entwickler-Szene. Es plant, ändert und testet über viele Schritte hinweg.
Wichtig dabei: Wer täglich damit entwickelt, stößt im 20-Dollar-Abo an Grenzen; die Max-Tarife kosten 100 bis 200 Dollar im Monat.
Zur Anbieter-Seite: anthropic.com/claude-code
Auch ohne Programmier-Ausbildung baust Du kleine Dinge: ein Skript, eine einfache Website, eine Auswertung. Dafür gibt es eigene Programmier-Agenten: Codex steckt im ChatGPT-Abo, Claude Code hat Claude seinen besonders guten Ruf bei Entwicklern eingebracht. Beschreibe in normalen Worten, was herauskommen soll, arbeite in kleinen Schritten und teste jeden.
Office-Aufgaben erledigen lassen
ChatGPT Work
Seit: 9. Juli 2026, ohne Aufpreis im Plus-Abo; die Nutzung ist gedeckelt.
So arbeitet es: Du beschreibst den Auftrag, der Agent legt Dir zuerst einen Arbeitsplan zur Freigabe vor und liefert dann eine fertige Tabelle, Präsentation oder einen Bericht ab.
Praktisch: verbindet sich auf Wunsch mit Slack, Teams, Google Drive, Mail und Kalender.
Zur Anbieter-Seite: chatgpt.com
Claude Cowork
Seit: April 2026 in jedem Bezahl-Abo ab Pro enthalten, seit Juli auch im Browser und auf dem Handy.
So arbeitet es: direkt in Deinen Dateien und Ordnern. Es sortiert, erstellt und überarbeitet im Hintergrund; am Rechner starten, unterwegs nachsehen.
Gut zu wissen: Programmieren musst Du dafür nicht.
Zur Anbieter-Seite: claude.ai
Die neuen Agenten bringen eine Aufgabe komplett zu Ende, statt nur zu antworten. Claude Cowork arbeitet direkt in Deinen Dateien und Ordnern, ChatGPT Work liefert fertige Tabellen, Präsentationen oder Berichte ab. Beides steckt ohne Aufpreis im 20-Dollar-Abo, die Nutzung ist gedeckelt.
Vertrauliche Daten
Mistral
Warum hier: Anbieter aus Frankreich, Verarbeitung in EU-Rechenzentren, und den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) bekommst Du direkt vom Anbieter.
Einordnung: Ein EU-Sitz allein macht keine KI datenschutzkonform; er macht die Vertragsseite einfacher und hält Deine Daten in Europa.
Tarife: kostenlose Stufe, Bezahl-Tarife bis Enterprise; auf Wunsch in der eigenen Infrastruktur betreibbar.
Zur Anbieter-Seite: mistral.ai
OllamaLM Studio
Hier zählt zuerst, wohin Deine Daten fließen. Ein Firmensitz in Europa macht eine KI nicht automatisch datenschutzkonform, praktisch aber schließt Du mit einem EU-Anbieter wie Mistral leichter eine Auftragsverarbeitung ab, und die Daten bleiben in der EU. Die volle Kontrolle gibt es lokal: Ollama und LM Studio lassen offene Modelle (etwa von Mistral, DeepSeek oder Meta) direkt auf Deinem Rechner laufen, einen leistungsfähigen Rechner vorausgesetzt. Der sicherste Schritt bleibt: personenbezogene Angaben vorher entfernen; wie das geht, zeigt der Anonymisieren-Artikel.
Wähle oben eine Aufgabe, dann erscheint hier Deine Empfehlung.
Das ersetzt kein Ausprobieren. Die einzige Rangliste, die zählt, hat genau einen Juror: Dich. Tool-Links führen zum Anbieter (neues Fenster), nichts davon ist gesponsert; die Logos sind Marken der jeweiligen Anbieter. Modell- und Preisangaben Stand 24. Juli 2026.
Häufige Fragen
Welche KI ist die beste?
Es gibt nicht die eine beste KI. Welche die beste ist, hängt davon ab, was Du mit ihr vorhast: Für Texte, die nach Dir klingen, gilt eine andere Antwort als für lange Analysen, für Bilder oder für vertrauliche Daten. Im Alltag liegen ChatGPT und Claude nah beieinander; den Unterschied macht selten das Modell, sondern die Aufgabe und das, was Du der KI über Dich mitgibst.
Claude oder ChatGPT, was ist besser?
ChatGPT von OpenAI ist der Allrounder mit der größten Ausstattung: Es schreibt, rechnet, erzeugt Bilder und durchsucht das Netz. Claude von Anthropic ist die ruhigere, textstarke Wahl, geschätzt für lange, natürlich klingende Texte und die Arbeit an großen Dokumenten. Beide kosten im Grund-Abo rund 20 Dollar im Monat und haben eine kostenlose Stufe. Der ehrlichste Test: dieselbe echte Aufgabe in beiden durchspielen und die Ergebnisse vergleichen.
Welche KI ist die beste für Texte?
Für Texte sind ChatGPT und Claude beide stark. Viele schätzen Claude bei längeren Fließtexten, weil sie natürlicher klingen. Den größeren Hebel hast aber Du selbst in der Hand: Gib der KI zwei, drei eigene Texte als Muster und sag ihr klar, wie Du klingst. Dann schreibt sie näher an Dir statt im Durchschnitt des Internets.
Welche KI ist die beste für Bilder?
Für schnelle Bilder erzeugt ChatGPT sie direkt im Chat: Du beschreibst das Motiv in Worten und bekommst es als Bild. Claude kann das nicht, es ist auf Text und Analyse ausgelegt. Brauchst Du Bilder regelmäßig und in Kampagnen-Qualität, lohnt ein spezialisiertes Werkzeug wie Midjourney.
Gibt es eine gute KI kostenlos?
Ja. ChatGPT, Claude und Googles Gemini Notebook (ehemals NotebookLM) haben jeweils eine kostenlose Stufe, mit der Du den Alltag gut abdeckst und beide Chatbots in Ruhe ausprobieren kannst. Die Bezahl-Abos (rund 20 Dollar im Monat) lohnen sich, wenn Du intensiver arbeitest, mehr Nutzungsvolumen brauchst oder die stärkeren Modelle willst.
Welche KI ist am besten für den Datenschutz?
Bei vertraulichen Daten ist nicht entscheidend, welche KI am klügsten antwortet, sondern wohin Deine Eingaben gehen. Bei beiden großen Anbietern lässt sich in den Einstellungen abschalten, dass Deine Inhalte fürs Training genutzt werden; in den Geschäfts-Tarifen ist das ohnehin ausgeschlossen. Am sichersten fährst Du, wenn Du personenbezogene Angaben vorher entfernst. Wie das geht, steht im Artikel zum Anonymisieren.
Welche KI eignet sich für lange Dokumente und PDFs?
Für Umfang zählt, wie viel Text die KI auf einmal überblickt. Claude gilt hier als stark und behält große Dokumente am Stück im Blick; ChatGPT bietet dafür seine gründlicheren Denk-Modelle. Willst Du sicher sein, dass die KI nur aus Deinen Unterlagen antwortet und nichts dazuerfindet, ist Googles Gemini Notebook (ehemals NotebookLM) darauf zugeschnitten: Es zeigt zu jeder Aussage die Fundstelle.
Welche KI ist die beste für Programmieren?
Für Code sind die eigenen Programmier-Agenten der beiden großen Anbieter die erste Wahl: Codex von OpenAI (im ChatGPT-Abo enthalten) und Claude Code von Anthropic, das sich unter Entwicklern einen besonders guten Ruf erarbeitet hat. Beide schreiben, testen und korrigieren Code weitgehend selbstständig und legen Dir die Änderungen zur Durchsicht vor. Für kleine Skripte und einfache Auswertungen reicht oft schon der normale Chat.
Was ist der Unterschied zwischen Claude, Claude Code und Cowork?
Claude ist der Chat, in dem Du schreibst und fragst. Claude Code ist der Programmier-Agent desselben Anbieters: Er arbeitet direkt in Deinen Projekten auf dem Rechner und verändert dort Code. Cowork ist der Office-Agent: Er erledigt Aufgaben in Deinen Dateien und Ordnern, etwa Dokumente erstellen, überarbeiten und sortieren, während Du etwas anderes tust. Alle drei stecken im selben Abo ab rund 20 Dollar im Monat. Bei OpenAI heißen die Gegenstücke Codex (Code) und ChatGPT Work (Office).
Gibt es nicht noch viel mehr KI-Tools?
Ja, sehr viele, und es kommen ständig neue dazu. Dieser Überblick zeigt bewusst nicht alle, sondern für jede Aufgabe die, die dafür die erste Wahl sind. Einige weitere haben wir im Text schon erwähnt: Langdock als europäische Plattform für datenschutzkonforme KI, DeepSeek als offenes Modell, das lokal läuft, und Open WebUI als selbst gehostete Oberfläche für viele Modelle. Zu einzelnen dieser Werkzeuge kommen eigene, ausführliche Artikel.
Ist die Nummer 1 einer KI-Rangliste automatisch die beste für mich?
Nein. Die bekannte Rangliste, die Chatbot Arena (LMArena), misst, welche Antwort Menschen im direkten Vergleich besser gefällt, nicht, welche für Deine Aufgabe taugt. Ein Forscherpapier von 2025 („The Leaderboard Illusion“) zeigte zudem, dass große Anbieter das Ranking zu ihren Gunsten beeinflussen können. Ein erster Platz ist ein Marketing-Argument, kein Urteil über Deinen Arbeitstag.
Martin Baier, Gründer von Mensch KI
Kurz persönlich
Martin Baier
KI-Strategieberater · Systemischer Coach (ECA) · über 20 Jahre Digitalgeschäft · München
Ich bin Martin. Mich interessiert weniger, was KI alles kann, sondern was sie für Deine Arbeit taugt. Wenn Dich eine Frage aus Deinem Alltag umtreibt, schreib mir gern.